Künstliche Intelligenz: der digitale Retter?

Künstliche Intelligenz (KI) ist für viele Menschen noch immer ein Mysterium. Oder etwas, das sie mit Filmen wie „Transcendence“ mit Johnny Depp, oder „A.I.“ mit Jude Law verbinden. Diese Filme und ihre dystopischen Ansätze zeigen auch, dass zahlreiche Menschen Angst haben vor neuen Technologien. Und Angst davor, dass sie nichts gegen deren Weiterentwicklung tun können. Können wir also nur machtlos zuschauen, wie Alexa und Siri, Watson und die vielen anderen Algorithmen und neuronalen Netzwerke die Kontrolle über unsere Lebenswirklichkeit übernehmen?

Düstere Zukunft

Verlust von Arbeitsplätzen, die totale Überwachung und Terroranschläge, bei denen KI als Waffe eingesetzt wird – die Furcht vor solchen Entwicklungen ist da – und zwar zu Recht. Es ist einerseits die typisch deutsche Angst vor jeder technologischen Innovation und andererseits eine berechtigte Sorge. Die Menschen spüren, dass hier etwas aus dem Ruder laufen könnte, weil sie einfach nicht einschätzen können, wer hier eigentlich die Kontrolle behält.

Eigentlich ist ein Kontrollorgan ja in den Regierungen der Länder zu finden, aber hier herrscht kaum ein Bewusstsein dafür, dass mehr Kompetenz entwickelt werden muss. Wie mangelhaft dieses bislang ausgeprägt ist, durften wir zuletzt im Zusammenhang mit dem „Datenskandal“ bei Facebook miterleben. Ein Ereignis, das offenbarte, wie völlig unzureichend die führenden Politiker in den USA und auch in Europa bislang mit den Geschäftsmodellen und technologischen Aspekten der digitalen Plattformökonomien befasst sind. 

Dabei ist die Zukunft nunmal jetzt. Wenn die Politiker hier nicht freiwillig in Führung gehen, dann müssen wir einen anderen Weg finden.

Wenn nicht wir, wer dann?

Deshalb braucht es jetzt endlich eine global angelegte Initiative für einen großen gesellschaftlichen Dialog. Wir Bürger müssen eine Diskussion beginnen und entscheiden, wie weit wir die unglaublichen Möglichkeiten neuer Technologien für uns nutzen wollen. Wollen wir Roboterarmeen zulassen? Und wenn ja, für welche Einsätze? Wer entscheidet über Leben und Tod? Wie organisieren wir eine faire Verteilung der gigantischen Wertschöpfung, die solche Systeme zukünftig in unseren Volkswirtschaften erwirtschaften? 

Ein Schritt nach dem anderen

All diese Fragen sind Schicksalsfragen für die Menschheit, denn von Ihnen hängt unser aller Überleben ab. Das heißt jedoch nicht, dass wir deshalb vor Ihnen wegrennen dürfen.

Dank der neuen Technologien können wir den Hunger auf der Welt besiegen und diese perverse industrielle Landwirtschaft beenden. Wir können den Mobilitätsinfarkt stoppen und unsere benötigte Energie weltweit mit erneuerbaren Energien erzeugen. Dezentral, demokratisch und in den Händen der Bürger und Kommunen organisiert. Auch dank der Digitalisierung! 

Es liegt in unserer Hand, denn es ist wie immer: Technologie ist nie gut oder böse. Es sind immer wir, die Menschen, die diese Technologien entwickeln und entscheiden, wann, wo und wir sie einsetzen wollen. Also: Worauf warten wir noch? Legen wir los!

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